Fütterungs- und Pflegeplan bei Hufrehe

In der akuten Phase der Hufrehe ist eine schnelle und gezielte Versorgung notwendig, um Entzündungen, Schmerzen und Stoffwechselbelastungen zu minimieren. Neben der ärztlichen Versorgung und der Kontrolle durch den Tierarzt, dem Tiertherapeuten und dem Hufbearbeiter kann eine natürliche Unterstützung den Stoffwechsel entlasten und so die Regeneration fördern.

Fütterung

EquiGreen Huf-Tonikum: 2x täglich 10 ml, vorzugsweise mit einer Einwegspritze direkt ins Maul geben. Bei Ponys unter 250 kg kann die Dosierung halbiert werden.

ArthroGreen Lauf-Fit: 2x täglich 10ml, ebenfalls optimalerweise mit einer Einwegspritze direkt ins Maul geben. Beide
Produkte können gemeinsam verabreicht werden.

EquiGreen ToxiVet sorb: Kann zur Bindung von Säuren und zur Entgiftung des Körpers beitragen. EquiGreen ToxiVet
sorb 1x täglich dem Futter beimischen. Dieses Produkt sollte getrennt von anderen Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten gegeben werden.

Meersalz-Leckstein Wilde Kräuter: Stets zur Verfügung stellen, um den Natriumhaushalt zu unterstützen und den Stoffwechsel zu stabilisieren. Natrium spielt eine essenzielle Rolle im Flüssigkeitshaushalt und bei der Nervenreizleitung. Ein stabiler Elektrolythaushalt unterstützt den Stoffwechsel, die Durchblutung und die Entgiftungsfunktionen des Körpers, was bei Hufrehe besonders wichtig sein kann.

Raufutter: Hochwertiges, fruktanarmes und proteinarmes Heu, ggf. mit Futterstroh gemischt, um Verdauungsproblemen und Hungerstoffwechsel entgegenzuwirken.

Pflege & Management

  • Ruhe und weiches Einstreu: Pferd auf einen weichen Untergrund stellen, z. B. Sand oder Späneeinstreu.
  • Bewegung: Kontrollierte Bewegung nach Absprache mit dem Tierarzt.
  • Kühlung der Hufe: Zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung – siehe Extratipp.
  • Hufbearbeitung: Regelmäßige Kontrolle durch einen erfahrenen Hufbearbeiter.

Fütterung

EquiGreen Huf-Tonikum: 1x täglich 10 ml zur Unterstützung der Hufgesundheit.

EquiGreen ToxiVet sorb: 1x täglich getrennt von anderen Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten zur regelmäßigen Entgiftung.

EquiGreen HuminoMineral NP: Zur optimalen Mineralstoff- und Spurenelementversorgung in Pellet- oder Pulverform (ohne Bierhefe).

HuminoMineral mit Bierhefezellwänden: Alternative für eine zusätzliche Verdauungsunterstützung.

EquiGreen Detox-Pulver: Besonders in der Fellwechselzeit zur Entlastung der Entgiftungsorgane.

Meersalz-Leckstein Wilde Kräuter: Stets zur Verfügung stellen.

Raufutter: Hochwertiges, fruktanarmes und proteinarmes Heu, ggf. mit Futterstroh gemischt, um Verdauungsproblemen und Hungerstoffwechsel entgegenzuwirken.

Pflege & Management

  • Regelmäßige Hufbearbeitung: Korrekte Hufstellung und Entlastung sind essenziell.
  • Bewegung: Kontrolliert und angepasst an den Zustand des Pferdes.
  • Ernährungsberatung: Ein erfahrener Ernährungsberater für Pferde sollte hinzugezogen werden, um eine bestmögliche artgerechte Fütterung zu gewährleisten.

Wichtiger Hinweis: Eine ausgewogene und bedarfsgerechte Fütterung ist essenziell, um den Stoffwechsel und die Hufgesundheit zu unterstützen. Ein plötzlicher Mangel an Raufutter kann zu Hungerstoffwechsel und Magenproblemen führen. Daher sollte das Pferd stets Zugang zu hochwertigem Heu haben, um Stress und Verdauungsstörungen zu vermeiden.

Extratipp:
Kühlung der Hufe: Eiswasser oder Eiscrush-Bäder: Regelmäßiges Kühlen der Hufe (z. B. in Eimern mit Eiswasser oder mit speziellen Kühlmanschetten) kann helfen, die Durchblutung zu verlangsamen und die Entzündungsreaktion zu reduzieren. Die Anwendung sollte über mehrere Stunden erfolgen, insbesondere in der akuten Phase.
Blutegeltherapie: Blutegel setzen an den Kronrand der betroffenen Hufe an und helfen durch ihre gerinnungshemmenden und entzündungshemmenden Wirkstoffe (z. B. Hirudin), die Durchblutung zu verbessern und Giftstoffe auszuleiten. Diese Methode hat sich besonders bei chronischer Hufrehe als schmerzlindernd und entzündungshemmend erwiesen.
Heparin zur Durchblutungsförderung: Heparin-Salben oder Injektionen werden teilweise eingesetzt, um Mikrothrombosen aufzulösen und die Blutzirkulation in den Hufen zu verbessern. Dies sollte jedoch nur in Absprache mit einem Tierarzt erfolgen.
Akupunktur: Kann helfen, Schmerzen zu lindern und die Durchblutung zu verbessern. Spezielle Hufbearbeitung & orthopädische Maßnahmen: Engmaschige Hufbearbeitung ist essenziell, um Fehlstellungen zu vermeiden und die Hufmechanik zu verbessern. Hufpolster oder spezielle Hufschuhe können helfen, den Druck auf die Hufsohle zu reduzieren.
Bewegung & Haltung: Sanfte Bewegung auf weichem Boden (z. B. Sand oder Hackschnitzel) fördert die Durchblutung, sollte aber individuell angepasst werden. Keine Boxenruhe über längere Zeit, um Kreislauf und Stoffwechsel in Gang zu halten. Wenig oder kein Weidegang bei Rehe-gefährdeten Pferden, da zuckerreiches Gras ein hohes Risiko birgt.

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