Fütterungs- und Pflegeplan bei Hufgeschwür und Hufabszesse

Ein Hufbearbeiter (Hufschmied, Huforthopäde oder Hufheilpraktiker) sollte unbedingt die fachgerechte Behandlung übernehmen. Sobald das Pferd Wärme im Huf, Pulsation oder Fieber zeigt, muss umgehend ein Tierarzt hinzugezogen werden.
Als Ziel der Behandlung gilt es für den Therapeuten Druck im betroffenen Bereich zu reduzieren, den Flüssigkeitsabfluss zu ermöglichen, die Infektion zu bekämpfen und die Wundheilung zu unterstützen. Darüber hinaus ist es sinnvoll, den Stoffwechsel und die natürliche Geweberegeneration durch eine gezielte Ernährung zu unterstützen.

Hufpflege und Behandlung nach dem Ausschneiden

1. Reinigung und Desinfektion

Nach dem fachgerechten Ausschneiden des betroffenen Bereichs sollte der Huf gründlich gereinigt werden. Wir empfehlen daher cdDes, ein schnell wirkendes Reinigungs- und Hygienemittel ohne petrochemische Inhaltsstoffe. Es wird in einem speziellen Elektrolyseverfahren aus Salz, Wasser und Strom hergestellt und sorgt für eine effektive Reinigung. Die regelmäßige Reinigung des betroffenen Hufes und seiner Umgebung ist entscheidend, um optimale Bedingungen für die Pflege zu schaffen und das gesunde Nachwachsen von Horn- und Hufgewebe zu unterstützen.

Außerdem ist es wichtig, die Hufe gut auszukratzen und auf eine trockene und saubere Umgebung zu achten (saubere Einstreu, keine matschigen Böden).

2. Natürliche Unterstützung des Hautmilieu

Wichtig ist es den Huf trocken zu halten! Den betroffenen Bereich gründlich mit einer Mullbinde und der EquiGreen Strahltinktur reinigen.

Drachenblut bildet einen schützenden Film auf der Haut, der die natürliche Regeneration unterstützt und gleichzeitig das Eindringen von Schmutz und Bakterien reduziert.

3. Hufregeneration unterstützen

Regelmäßige Hufpflege mit einem maximalen Bearbeitungsabstand von 4 Wochen. Das Hufwachstum und die Regeneration des betroffenen Hufbereiches können durch eine natürliche Versorgung an Mineral- und Spurennährstoffen unterstützt werden.
Die Hufgesundheit beginnt nicht nur lokal im Huf, sie wird auch maßgeblich durch den Stoffwechsel des Pferdes beeinflusst. Hierbei spielt die Leber als das wichtigste Stoffwechselorgan eine zentrale Rolle. Sie erfüllt viele lebenswichtige Funktionen, insbesondere:
Entgiftung» Neutralisiert Giftstoffe, die durch Bakterien und Entzündungen entstehen
Filterfunktion» Entfernt Toxine, die durch Bakterien im Blutkreislauf entstehen
Stoffwechselregulation» Baut Nährstoffe um und stellt Energie für die Wundheilung bereit

Bei bestimmten Hufproblemen, wird vermutet, dass durch die Gewebeveränderungen Stoffwechselprozesse entstehen, die vom Organismus verarbeitet und ausgeleitet werden müssen. Daher ist es wichtig die Leber in ihrer Arbeit zu unterstützen, um den aktuellen Prozess bestmöglich zu begleiten. Vor der Anweidesaison oder im Herbst, bevor es durch verminderte Koppelzeit zu vermehrter Heu- oder Heulagefütterung kommt, können bitter- und gerbstoffreiche Kräuter die Leber unterstützen.
(Quelle: https://www.mdpi.com/2304-8158/13/23/3747).

4. Zur begleitenden Pflege bei Muskelverspannungen

Bei bestimmten Hufproblemen handelt es sich nicht nur um ein lokales Problem, sondern verursacht oft auch Auswirkungen auf den gesamten Bewegungsapparat. Neben Muskelverspannungen können auch deutliche Lahmheiten auftreten. Eine fachgerechte Behandlung durch den Hufbearbeiter, Physiotherapeut und ggf. den Tierarzt ist wichtig. Durch den Hufbearbeiter, Physiotherapeut und ggf. den ArthroGreen Lauf-Fit ist ein rein natürliches Ergänzungsfuttermittel, das speziell entwickelt wurde, um die Beweglichkeit und das Wohlbefinden von Pferden im Zusammenhang mit der Hufgesundheit zu unterstützen.
ArthroGreen Lauf-Fit enthält unter anderem Arnikablüten, die einen entzündungshemmenden Effekt haben.
(Quelle: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36987036/).

5. Fütterungsempfehlung

Getreidearm & rohfaserreich füttern » Weniger Zucker reduziert eine eventuell bestehende Übersäuerung.
Heu ad libitum » Zur Stabilisierung des Stoffwechsels
Immer frisches Wasser & Salzleckstein » Fördert die Entgiftung und Durchblutung, den optimalen Elektolytausgleich durch hochwertiges naturbelassenes Meersalz. Der Leckstein Wilde Kräuter versorgt das Pferd mit den enthaltenen bitter- und gerbstoffreichen Kräutern.

Expertentipp:
Feucht-warme Behandlung für einen besseren Abfluss: Warme Leinsamen- oder Kohlewickel zur Förderung der
Reifung. Schonung, aber keine absolute Boxenruhe!
Bei Hufgeschwür: Nach dem Ausschneiden leichte Bewegung auf weichem Untergrund
Bei Hufabszess: Erst bewegen, wenn der Schmerz deutlich nachlässt

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